Kamelienblüte im März 2020

25. März 2020
Seidenstern, Yuris Yellow und Ave Maria am 03. März 2020

Bonomiana am 01. März 2020

 

  • Camellia japonica
  • Züchter: Sangalli, Mailand, Italien 1858
  • Blütenform: vollständig gefüllt 
  • Blühzeit: Februar-März
  • Laub: kräftig, glänzend, mittelgrün
  • Wuchs: aufrecht, buschig
  • sehr gute Winterhärte bis -18°C

Von  Madeira 2015 mitgebracht, Althaeiflora

 

blüht seit 25. Februar 2020

Yuris Yellow, Neuseeland, 1976

Eine der wenigen "gelben", mit einer mittelgroßen, anemonenförmigen Blüte und, im Vergleich mit den anderen, mit sehr guter Winterhärte ausgestattet.  

aufgeblüht am 26. Februar 2020

Kujaku Tsubaki oder auch Pfau Kamelie am 24. Februar 2020

Dies ist eine ungewöhnliche Auswahl von Camellia japonica mit eher röhrenförmigen roten Blüten, langen, schmalen Blättern, die an den Spitzen oft "fischschwanzig" sind, und einer halb weinenden Wuchsform.

Dagmar Berghoff und Seidenstern von Peter Fischer, Wingst

Dagmar Berghoff von Peter Fischer, Wingst

Sämling von Camellia pittardii var. Yunnanica, blühte erstmals 1985.

Seidenstern entstanden bei Peter Fischer, Wingst 

Sämling von Moshio. Erste Blüte 1993

Seidenstern aufgeblüht am 17.02.2020

Moshio das Elternteil von Seidenstern

Ave Maria, die ersten 3 Blüten im Gewächshaus

California, USA,1955

Wuchs kompakt, Blätter eiförmig, sehr dunkel grün, glänzend,

Blüten zartrosa 

am 19. Februar 2020

Bokuhan, die ersten Blüten am 04.02.2020

 

Japan, Kanto Distrikt, 1719

Wuchs kräftig, aufrecht

Blätter groß, eiförmig, zugespitzt,fein gesägt, kräftig grün.

Blüten anemonförmig, 5-6 cm breit,

die äußeren Kronblätter rot, in der Mitte dicht gedrängt zahlreiche weiße Petaloiden 

 

12.02.2020

Pit Pit Fischer

Peter Fischer 2008 Flora Köln, erste Blüte am 03.02.2020

09.02.2020

Spring Festival aufgeblüht am 02.02.2020

 

Camellia x cuspidata Hybride: Züchter: Toichi Domoto, USA 1976

Blütenform: rosenförmig

Blühzeit: März - April/Mai

Laub: hell- bis mittelgrüne zierliche Blätter

Wuchs: aufrecht, säulenförmig

09.02.2020

Camellia japonica "Patricia Short"(ehem. Präsidentin der ICS aus England)

Die Pflanze ist hervorgegangen aus Camellia japonica "Roma Risorta" Mutter und Camellia japonica "Snow Chan" Vater. Entstanden bei walter Klotz Egelsbach, erste Blüte 2007. 

Hippolyte Thoby, Entstanden durch Kindergarten Guichard (Frankreich)
Erste Veröffentlichung 1971, aufgeblüht am 03.02.2020

09.02.2020

C. japonica Nadia, 2014 als Steckling aus dem Kamelienpark Locarno/ Schweiz mitgebracht

aufgeblüht am 26.01.2020

28.01.2020

Bobs Tinsie, Nuccios Nurseries, USA, 1962

  aufgeblüht am 23.01.2020  

Eine ganz ungewöhnliche Kamelie. Die Blüte ist sehr klein und anemonförmig. Der Blütenkranz ist dunkelrot. Die Blütenmitte bilden so genannte Petale, die hellrot mit Weißanteilen sind. Der Wuchs ist langsam, kompakt und aufrecht. Die Blätter sind, passend zur Blüte, ebenfalls klein. Ein Muss für den Liebhaber, der das Besondere sucht.

26.01.2020

C.x williamsii Juris Yellow, Neuseeland, 1976 

14. 01. 2020 aufgeblüht

 

Yuris`s Yellow gehört zu den wenigen Kamelien, die gelbliche Blüten haben. Die äußeren, großen, anemonenförmigen  Blütenblätter sind altweiß, das Zentrum bilden zart gewellte,  blaßgelbe Blütenblätter, die eng aneinander liegen. Das  Laub hat einen frischen Grünton und glänzt, der Wuchs ist aufrecht, kompakt und  fast säulenförmig. Durch ihre  gute Winterhärte  von bis  -18 °C  ist sie eine bewährte Kameliensorte, die sich sehr gut für den Garten eignet.

Yuris Yellow am 14.01.2019

Chandlers Elegans, England 1823

blüht vom 27.12.2019 bis 16.02.2020

 

Diese wunderschöne Mutation (Sport) von Elegans Splendor besticht durch ihre weißen anemonförmigen Blüten. Die inneren Blütenblättern  sind cremefarben und zeigen hin und wieder an den unteren Blütenansätzen einen Hauch von rosa. Die Blüten sind bis zu 11 cm groß, blühen  zuverlässig von Februar bis April  und wirken  durch die Melange von weiß und creme besonders elegant.  Der Wuchs ist kräftig, eher niedrig-buschig und ausladend. Die dunkelgrünen glänzende Blätter bilden einen wunderschönen Kontrast zu den weißen Blüten und sind auch im Winter ein attraktiver Blickfang.

26.01.2020
Chandlers elegans am 27.12.2019 aufgeblüht
16.01.2019

Minato-no-ake-bono, kleine, einfache, rosa Blüte mit gelben Staubgefäßen, stark duftend

blüht seit 25.12.2019

26.01.2020
Yuledite und Minato-no-ake-bono im Gewächshaus am 05.01.2020
Minato-no-ake-bono am 04.01.2020
25.12.2019

TRANSNOKOENSIS 

Diese schon ab Dezember blühende Wildform stammt aus Taiwan.  Die kleinen rosafarbenen Knospen öffnen sich zu weißen, einfachen Blüten mit kleinen zylinderförmigen, goldgelben Staubgefässen, die sich anmutig aneinanderreihen. Die kleinen Blüten und zierlichen Blätter harmonieren sehr schön miteinander, der Austrieb im Frühjahr ist rötlich-bronzefarben.  Transnokoensis hat einen lockeren aufrechten Wuchs und ist besonders schnellwachsend.  An einem geschützten Ort ausgepflanzt ist sie winterhart - eine außergewöhnlich bezaubernde Kamelie.

Camellia Transnokoensis 25.12.2019

Yuledite meine Advendskamelie

 Blüht seit 18.12.2019

Die strahlend hellroten, kleinen, einfachen Blüten mit ausgeprägten, goldgelben Staubgefäßen  sehen entzückend aus und harmonieren sehr schön mit den kleinen, tief dunkelgrünen Blättern. Dieser Sasanqua Sämling blüht von November bis Dezember/Januar und freut sich im Sommer über einen sonnigen Platz, um üppige Blütenknospen anzusetzen. 

Durch ihren zierlichen Wuchs eignet sich Yuletide ideal für einen kleinen Garten oder einen schönen Topf. Wie alle herbstblühenden Kamelien zeichnet sie sich durch eine sehr gute Winterhärte aus und toleriert auch sonnigere Standorte als die Camellia japonica.   

Bienen und andere Insekten freuen sich über diese Futterbar im späten Herbst.

  • Camellia x vernalis
  • Sämling von Hityu sansaqua
  • Blütenform: klein, einfach, gelbe Staubgefäße
  • Blütezeit: Oktober - November/Dezember
  • Laub: schmale, kleine sehr dunkelgrüne Blätter
  • Wuchs: aufrecht, dicht, zierlich

                                                                                

18.12.2019
Yuledite 17.12.2019
22.11.2019

Meine erste herbstblühende Kamelie Hime Botan

Hime Botan 10.11.2019
12.11.2020
14.11.2019
einfach wunderschön Hime Botan 19.11.2019

HIME BOTAN

 Herkunft: Japan und Korea

Die zarten weissen Blüten haben einen leicht rosafarbenen Schimmer an den Blütenrändern und sind rosenförmig bis gefüllt. Ihre attraktiven Blätter sind leicht silbrig panaschiert, was bei Kamelien eine Besonderheit ist. Der Neuaustrieb im Frühjahr ist rötlich gefärbt.

Hime Botan gehört zu den herbstblühenden Kamelien, die duften. Sie zeichnet sich durch eine gute Winterhärte aus, toleriert auch sonnige Standorte, wenn der Wurzelbereich kühl und feucht gehalten wird und ist weniger empfindlich bei kalkhaltigen Böden. 

  • Camellia sasanqua
  • Züchter: unbekannt
  • Blütenform: rosenförmig bis gefüllt
  • Blühzeit: Oktober - November
  • Laub: silbrig panaschierte Blätter, rötlicher Neuaustrieb im Frühjahr
  • Wuchs: kräftig, dicht und aufrecht
  • gute Winterhärte, toleriert auch sonnige Standorte
  • Ein Augenschmaus für den Betrachter.

Die Kamelie: Blütenkönigin mit Vergangenheit

Kamelienblüten schmücken im 19. Jahrhundert die winterlichen Bälle und Bankette, die Knopflöcher der Herren und die Ballkleider der Damen. In keinem Salon fehlt diese ostasiatische Kostbarkeit. Die Kamelie ist die Modeblume einer ganzen Epoche. Eigens für sie werden Glashäuser errichtet. 

Botanisch gesehen sind Kamelien Teestrauchgewächse (Theaceae) und somit eng verwandt mit dem Teestrauch Camellia sinensis, dessen Blüten aber im Vergleich mit den Zierkamelien eher unscheinbar sind. Der Gattungsname Camellia stammt von Carl von Linné, der die Pflanze nach dem Jesuitenpater Georg Joseph Kamel (latinisiert: Camelus) benannte. Die etwa 200 Arten haben ihren Verbreitungsschwerpunkt in Ostasien entlang des nördlichen Wendekreises des Krebses von China über Indien, Nepal, Thailand, Kambodscha und Indonesien bis nach Japan. Sie wachsen dort als immergrüne Bäume oder Sträucher im Unterwuchs von Gebirgswäldern auf sauren Böden und können 20 Meter hoch werden. 

Die oft als schwierige Zöglinge beschriebenen Kamelien sind nur deshalb so problematisch, weil sie sich in den zentralgeheizten Wohnungen nicht wohl fühlen. Sie benötigen im Sommer einen kühlen, luftigen Standort im Freien ohne direkte Sonneneinstrahlung und im Winter einen kühlen, hellen Platz nicht über 15 Grad. Das Substrat muss stets gleichmäßig feucht und das Wasser sollte temperiert und enthärtet sein. (Regenwasser) Warme Überwinterung, trockene oder übermäßig feuchte Erde oder hoher Kalkgehalt des Gießwassers lassen die Knospen abfallen.

Die Kamelie ist eine der ältesten Kulturpflanzen Ostasiens. Dabei steht durchaus nicht immer die Blüte im Vordergrund. Neben der Teegewinnung hat die Gattung Camellia eine große Bedeutung als Öllieferant. Die Samen von Camellia oleifera und Camellia sasanqua weisen einen Ölgehalt von 40 bis 60 Prozent auf. Es dient als Speiseöl sowie für kosmetische und technische Zwecke. Sogar das Kamelienholz fand früher sowohl für Gebrauchsgegenstände als auch für die Holzkohlegewinnung Verwendung. 

Heute stehen jedoch die makellosen Blüten der Kamelien im Vordergrund. Neben den 200 Arten gibt es mittlerweile geschätzt über 30000 Sorten, die meisten sind Züchtungen von Camellia japonica. Neben einfachen Blüten gibt es halbgefüllte oder gefüllte Formen, die anemonen-, päonien- oder rosenförmig sind. Auch die Farbnuancen der Zuchtformen von rot über rosa bis gelb und weiß sind unüberschaubar. Kamelienblüten bestechen durch ihre Optik und nicht durch Duft. Nur wenige weisen einen zarten Duft auf, wie etwa die Sasanqua-Kamelien.

Während des Höhepunktes der Kamelienbegeisterung entstand Mitte des 19. Jahrhunderts der Roman »Die Kameliendame« von Alexandre Dumas. Unvergesslich aber wird die Kamelie durch die an die Romanvorlage angelehnte Oper »La Traviata« von Verdi. Rote und weiße Kamelienblüten dienen der Kameliendame als geheime Signale für ihre Liebhaber. Die etwas aus der Mode gekommenen Kamelien erleben derzeit eine Renaissance, da sich einige Arten und Sorten in geschützten Lagen für die Freilandkultur eignen. 

Dr. Franziska Lô-Kockel

Kamelien sind bezaubernd schön. Auf den ersten Blick wirken sie vielleicht etwas unscheinbar und fremd. Und doch kommt man von ihnen nicht los, wird in ihren Bann gezogen. Kamelien sind nur so schwierig, wie wir Menschen sie machen.  Wir haben es selbst in der Hand ob die Kamelien bei uns das sind, wovon wir träumen: attraktive, immergrüne Sträucher mit zauberhaften Blüten.

Was macht ihre Faszination aus? Das Prachtvolle allein kann es nicht sein. Das Klare und Reine? Das Vornehme oder Elitäre?

Es ist schwer zu sagen. Aber auf jeden Fall haben Kamelien das „gewisse Etwas“, einen Reiz, den man nicht näher beschreiben kann.Sie müssen wohl auch magische Kräfte besitzen. Kamelien haben oft verblüffende Ähnlichkeit mit Rosen. Die Blüten sind auf Fotos manchmal kaum zu unterscheiden. Und schon ist man geneigt zu glauben: Was für eine Rose gut und richtig ist, kann doch für Kamelien nicht verkehrt sein. Weit gefehlt, schon die Blütezeit der Kamelie ist außergewöhnlich. Ab Mitte März bis Anfang Mai ziehen sie in jedem Garten die Blicke auf sich. Die Rosen sind keine Konkurrenz- die letzten Kamelienblüten verabschieden sich, wenn die ersten Rosen erblühen. Entsprechend ist es bei den herbstblühenden Kamelien. Sie beginnen im Oktober oder günstigen Bedingungen auch schon im September mit der Blüte, wenn die Hauptsaison der Rosen gerade vorüber ist. Kamelien sind immergrün. Sie besitzen herrliches großes, schönes Laub in unterschiedlichen Formen, Größen, Oberflächen, Ränder und Farben- und das während des ganzen Jahres. Auch ihre Knospen sind eine Zierde, sie bilden sich im Spätsommer und erfreuen lange, bevor sie sich zu herrlichen Blüten öffnen. Kamelien sind als Gartenpflanze immer attraktiv, es gibt keine Zeit im Jahr, in denen sie unscheinbar oder unansehnlich wären. Wenige andere Zierpflanzen können hier mithalten. Sie haben auch keine Stacheln und nichts woran man sich verletzen oder gar vergiften könnte. Kamelien kennen kein Altern, sie werden mit den Jahren immer schöner. Die älteste Kamelie in Deutschland ist die Pillnitzer Kamelie. Sie ist inzwischen schon über 200 Jahre alt und blüht noch jedes Frühjahr in unglaublicher Fülle. In den Heimatländern der Kamelie gibt es uralte, angeblich über 600 Jahren alte Exemplare, die noch immer blühen. Kamelien wachsen eher langsam, zumindest in unserem kühlen Klima. Das ist ja auch einer der Hauptgründe, weshalb sie im Vergleich zu vielen anderen Zimmerpflanzen so teuer sind. Sie haben eine nur kurze Wachstumsphase. Sie können, aber müssen nicht geschnitten werden. Hierin besteht wohl der größte Unterschied zu Rosen. Und sie brauchen wenig Dünger. Auch da unterscheiden sie sich stark von den Rosen. Wer die ständige Folge “düngen, schneiden, düngen, schneiden“ leid ist, der sollte sich doch mal für Kamelien entscheiden. Bei richtiger Pflege und an geeignetem Standort sind kaum anfällig für Krankheiten. Vielleicht, weil sie nicht ständig durch Düngen und Schneiden und Öfterblühen müssen entkräftet werden.

Black Lace
Dahlonega
Osterfeuer
Waterhouse