Meine erste herbstblühende Kamelie Hime Botan

Hime Botan 10.11.2019
12.11.2020
14.11.2019

HIME BOTAN

 

Die zarten weissen Blüten haben einen leicht rosafarbenen Schimmer an den Blütenrändern und sind rosenförmig bis gefüllt. Ihre attraktiven Blätter sind leicht silbrig panaschiert, was bei Kamelien eine Besonderheit ist. Der Neuaustrieb im Frühjahr ist rötlich gefärbt.

Hime Botan gehört zu den herbstblühenden Kamelien, die duften. Sie zeichnet sich durch eine gute Winterhärte aus, toleriert auch sonnige Standorte, wenn der Wurzelbereich kühl und feucht gehalten wird und ist weniger empfindlich bei kalkhaltigen Böden. 

  • Camellia sasanqua
  • Züchter: unbekannt
  • Blütenform: rosenförmig bis gefüllt
  • Blühzeit: Oktober - November
  • Laub: silbrig panaschierte Blätter, rötlicher Neuaustrieb im Frühjahr
  • Wuchs: kräftig, dicht und aufrecht
  • gute Winterhärte, toleriert auch sonnige Standorte
  • Ein Augenschmaus für den Betrachter.

Der erste Frost als Künstler

Die Kamelie: Blütenkönigin mit Vergangenheit

Kamelienblüten schmücken im 19. Jahrhundert die winterlichen Bälle und Bankette, die Knopflöcher der Herren und die Ballkleider der Damen. In keinem Salon fehlt diese ostasiatische Kostbarkeit. Die Kamelie ist die Modeblume einer ganzen Epoche. Eigens für sie werden Glashäuser errichtet. 

Botanisch gesehen sind Kamelien Teestrauchgewächse (Theaceae) und somit eng verwandt mit dem Teestrauch Camellia sinensis, dessen Blüten aber im Vergleich mit den Zierkamelien eher unscheinbar sind. Der Gattungsname Camellia stammt von Carl von Linné, der die Pflanze nach dem Jesuitenpater Georg Joseph Kamel (latinisiert: Camelus) benannte. Die etwa 200 Arten haben ihren Verbreitungsschwerpunkt in Ostasien entlang des nördlichen Wendekreises des Krebses von China über Indien, Nepal, Thailand, Kambodscha und Indonesien bis nach Japan. Sie wachsen dort als immergrüne Bäume oder Sträucher im Unterwuchs von Gebirgswäldern auf sauren Böden und können 20 Meter hoch werden. 

Die oft als schwierige Zöglinge beschriebenen Kamelien sind nur deshalb so problematisch, weil sie sich in den zentralgeheizten Wohnungen nicht wohl fühlen. Sie benötigen im Sommer einen kühlen, luftigen Standort im Freien ohne direkte Sonneneinstrahlung und im Winter einen kühlen, hellen Platz nicht über 15 Grad. Das Substrat muss stets gleichmäßig feucht und das Wasser sollte temperiert und enthärtet sein. (Regenwasser) Warme Überwinterung, trockene oder übermäßig feuchte Erde oder hoher Kalkgehalt des Gießwassers lassen die Knospen abfallen.

Die Kamelie ist eine der ältesten Kulturpflanzen Ostasiens. Dabei steht durchaus nicht immer die Blüte im Vordergrund. Neben der Teegewinnung hat die Gattung Camellia eine große Bedeutung als Öllieferant. Die Samen von Camellia oleifera und Camellia sasanqua weisen einen Ölgehalt von 40 bis 60 Prozent auf. Es dient als Speiseöl sowie für kosmetische und technische Zwecke. Sogar das Kamelienholz fand früher sowohl für Gebrauchsgegenstände als auch für die Holzkohlegewinnung Verwendung. 

Heute stehen jedoch die makellosen Blüten der Kamelien im Vordergrund. Neben den 200 Arten gibt es mittlerweile geschätzt über 30000 Sorten, die meisten sind Züchtungen von Camellia japonica. Neben einfachen Blüten gibt es halbgefüllte oder gefüllte Formen, die anemonen-, päonien- oder rosenförmig sind. Auch die Farbnuancen der Zuchtformen von rot über rosa bis gelb und weiß sind unüberschaubar. Kamelienblüten bestechen durch ihre Optik und nicht durch Duft. Nur wenige weisen einen zarten Duft auf, wie etwa die Sasanqua-Kamelien.

Während des Höhepunktes der Kamelienbegeisterung entstand Mitte des 19. Jahrhunderts der Roman »Die Kameliendame« von Alexandre Dumas. Unvergesslich aber wird die Kamelie durch die an die Romanvorlage angelehnte Oper »La Traviata« von Verdi. Rote und weiße Kamelienblüten dienen der Kameliendame als geheime Signale für ihre Liebhaber. Die etwas aus der Mode gekommenen Kamelien erleben derzeit eine Renaissance, da sich einige Arten und Sorten in geschützten Lagen für die Freilandkultur eignen. 

Dr. Franziska Lô-Kockel

Kamelien sind bezaubernd schön. Auf den ersten Blick wirken sie vielleicht etwas unscheinbar und fremd. Und doch kommt man von ihnen nicht los, wird in ihren Bann gezogen. Kamelien sind nur so schwierig, wie wir Menschen sie machen.  Wir haben es selbst in der Hand ob die Kamelien bei uns das sind, wovon wir träumen: attraktive, immergrüne Sträucher mit zauberhaften Blüten.

Was macht ihre Faszination aus? Das Prachtvolle allein kann es nicht sein. Das Klare und Reine? Das Vornehme oder Elitäre?

Es ist schwer zu sagen. Aber auf jeden Fall haben Kamelien das „gewisse Etwas“, einen Reiz, den man nicht näher beschreiben kann.Sie müssen wohl auch magische Kräfte besitzen. Kamelien haben oft verblüffende Ähnlichkeit mit Rosen. Die Blüten sind auf Fotos manchmal kaum zu unterscheiden. Und schon ist man geneigt zu glauben: Was für eine Rose gut und richtig ist, kann doch für Kamelien nicht verkehrt sein. Weit gefehlt, schon die Blütezeit der Kamelie ist außergewöhnlich. Ab Mitte März bis Anfang Mai ziehen sie in jedem Garten die Blicke auf sich. Die Rosen sind keine Konkurrenz- die letzten Kamelienblüten verabschieden sich, wenn die ersten Rosen erblühen. Entsprechend ist es bei den herbstblühenden Kamelien. Sie beginnen im Oktober oder günstigen Bedingungen auch schon im September mit der Blüte, wenn die Hauptsaison der Rosen gerade vorüber ist. Kamelien sind immergrün. Sie besitzen herrliches großes, schönes Laub in unterschiedlichen Formen, Größen, Oberflächen, Ränder und Farben- und das während des ganzen Jahres. Auch ihre Knospen sind eine Zierde, sie bilden sich im Spätsommer und erfreuen lange, bevor sie sich zu herrlichen Blüten öffnen. Kamelien sind als Gartenpflanze immer attraktiv, es gibt keine Zeit im Jahr, in denen sie unscheinbar oder unansehnlich wären. Wenige andere Zierpflanzen können hier mithalten. Sie haben auch keine Stacheln und nichts woran man sich verletzen oder gar vergiften könnte. Kamelien kennen kein Altern, sie werden mit den Jahren immer schöner. Die älteste Kamelie in Deutschland ist die Pillnitzer Kamelie. Sie ist inzwischen schon über 200 Jahre alt und blüht noch jedes Frühjahr in unglaublicher Fülle. In den Heimatländern der Kamelie gibt es uralte, angeblich über 600 Jahren alte Exemplare, die noch immer blühen. Kamelien wachsen eher langsam, zumindest in unserem kühlen Klima. Das ist ja auch einer der Hauptgründe, weshalb sie im Vergleich zu vielen anderen Zimmerpflanzen so teuer sind. Sie haben eine nur kurze Wachstumsphase. Sie können, aber müssen nicht geschnitten werden. Hierin besteht wohl der größte Unterschied zu Rosen. Und sie brauchen wenig Dünger. Auch da unterscheiden sie sich stark von den Rosen. Wer die ständige Folge “düngen, schneiden, düngen, schneiden“ leid ist, der sollte sich doch mal für Kamelien entscheiden. Bei richtiger Pflege und an geeignetem Standort sind kaum anfällig für Krankheiten. Vielleicht, weil sie nicht ständig durch Düngen und Schneiden und Öfterblühen müssen entkräftet werden.

Black Lace
Dahlonega
Osterfeuer
Waterhouse