1. Juni 1981 - das schwere Zugunglück von Erfurt-Bischleben 

An diesem Tag ereignete eines der folgenschwersten Zugunglücke in Erfurt. Gegen 16.55 Uhr erreichte der D 1453 (Düsseldorf - Erfurt - Karl-Marx-Stadt) bei der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h den Bahnhof Erfurt-Bischleben.. Der Tfz-Führer der Zuglok 132 009 (Bw Eisenach) bemerkte im Gleis 1 in Höhe des Empfangsgebäudes eine Gleisverwerfung und leitete reaktionsschnell eine Schnellbremsung ein. Dennoch konnte er nicht vermeiden, dass der vierte und fünfte Wagen des Zuges aus dem Gleis geschleudert wurden und eine Böschung herunterstürzten. Die nachfolgenden fünf Wagen entgleisten. Dabei fanden 14 Reisende den Tod und 93 erlitten teilweise schwere Verletzungen. DDR-Verkehrsminister Otto Arndt traf noch am Abend an der Unfallstelle ein.

  Die nachfolgenden Untersuchungen ergaben den Verdacht von Mängeln am Oberbau, sowie unzulässiger Schienenspannungen, die durch die unfallbedingten Zerstörungen am Oberbau nicht zweifelsfrei geklärt werden konnten. Ein Ermittlungsverfahren gegen die dafür verantwortlichen DR-Mitarbeiter wurde deshalb später von der Erfurter Staatsanwaltschaft eingestellt

  1. Dürlich / EK

 Der EDK 750 des Oberbauwerkes Neudietendorf hat die Beräumung des Unfalles unter meiner Leitung vorgenommen. Der Kran wurde als dringlicher Hilfszug von Jena nach Erfurt überführt. Die Besatzung wurde schnellstmöglich zusammengestellt. Der Einsatz dauerte 48 Stunden. 

 

Nachbemerkung: Nach diesem Unfall kam damals in der DDR das Gerücht auf, das diese Schienenverwerfung durch Militärfahrzeuge, die unzulässigerweise die Gleise am Bahnhof in Erfurt-Bischleben überquert haben sollen, verursacht wurde.